Leseprobe: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Leseprobe: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Leseprobe: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

 

Die Geschichte wiederholt sich und hält uns Menschen den Spiegel vor Augen, damit wir dieselben Fehler nicht noch einmal machen. Dennoch lernen wir nicht unsere Lektion. Im Ergebnis müssen wir und unsere nachfolgenden Generationen Jahrhunderte lang den Preis dafür bezahlen und leiden. Wie der Buchtitel bereits aussagt, gehört der Islam nicht zu Deutschland. Das eröffnet meinen Mitmenschen Raum für Diskussionen. Polarisierende Schlagworte, die in diesem Zusammenhang fallen, sind: IslamphobieIslamhasser, Hassprediger der westlichen Werte, „heilige Krieger“ des Westens,  Muslime sind die Juden des 21. Jahrhunderts, autoritäre "Zwangsmodernisierung" à la Atatürk, rechtsextreme Verfassungsfeinde, europäische Multikulti-Hasser usw.

Ich, der Autor dieses Buches, wurde im tief konservativen Pakistan geboren, besuchte seit meinem 5. Lebensjahr die Koranschule und floh mit 17 Jahren aus einer islamischen Diktatur, in der es mir unter Androhung der Todesstrafe verwehrt war, die Religion und Ideologie des Islams zu hinterfragen. Es dürfte auch meinen Gegnern schwerfallen, mich pauschal und zweifelsfrei der rechten Szene zuzuordnen. Ich besitze keines der „arischen Merkmale“. Im Gegensatz zu vielen Angehörigen der oben genannten Gruppen, wurde ich im Kindesalter durch den Islam geprägt und geformt. Ich stelle hier meine Thesen nicht auf ein hypothetisches Fundament aus Verallgemeinerungen unter Ausnutzung des westlichen Feindbildes „Islam“ als Gegenstück zum muslimischen Feindbild des „Westens“.

Der Historiker Heinz Benz des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin referierte in einem Interview: „Bausteine des Feindbilds sind Verallgemeinerung und Reduktion von wirklichen oder vermeintlichen Sachverhalten auf Negativa, Gerüchte, Unterbewusstes, Hörensagen, literarische und volkstümliche Überlieferung erheben sich zu "Tatsachen“, - die jedoch nur vom Glauben leben.“

Historikern wie Herrn Benz und sonstigen Islambefürwortern kann ich beruhigt entgegnen, dass ich im Gegensatz zu Verfassern dieser und ähnlicher Thesen aus einem Land komme, in dem die heute in Europa lebende „diskriminierte Minderheit“ der Muslime die Mehrheit bildet. Ich habe keine Vorurteile oder unbegründete Aversion gegen den Islam als Religion. Der Islam ist aber mehr als nur eine Religion. Ich habe in einer islamisch religiös dominierten Gesellschaft gelebt, vor der heute viele Europäer meiner Ansicht nach, nicht grundlos Bedenken haben. Ich habe das erlebt, wovor sich viele Menschen in der westlichen Welt fürchten.

Dem Argument der Islambefürworter, dass es tragische Einzelschicksale in jeder Gesellschaft gibt, halte ich entgegen, dass Millionen Menschen unter der Diktatur der islamischen Regierungen leiden und die Not und Unterdrückung die Menschen dazu bringen, sich in vielen islamischen Ländern gleichzeitig zu erheben und den sogenannten Arabischen Frühling einzuleiten. Was mich aber am meisten verwundert sind die Aussagen von Politikern und islamischen Gruppierungen in Deutschland, dass nicht alle Muslime mit radikalen, fanatisch extremistischen Muslimen gleichzusetzen sind und die Gefahr der Bedrohung der westlichen Gesellschaft nur von einer relativ „kleinen Gruppe“ gewaltbereiter Muslime ausgeht. Diese Aussagen machen deutlich, dass man die Augen vor der wahren Bedrohung wissentlich aus Angst vor Verlust von Wählerstimmen verschließt und andererseits ratlos ist, wie man dieses „Problem“ angehen soll. Die westlichen Nationen haben einen Kampf gegen islamisch fundamentalistische Terroristen aufgenommen, ohne ihren Gegner und dessen Ziele, dessen Denk- und Arbeitsweise zu kennen noch zu verstehen, obwohl ihnen genügend Expertisen von anerkannten Soziologen, Gesellschaft- Religions- und Politikwissenschaftlern vorliegen. Ich werde in den folgenden Kapiteln dieses Buches detaillierter auf meine Thesen eingehen. Ich lebe in Deutschland seit 37 Jahren und bin jeden Tag dankbar dafür, in einem Land zu Hause zu sein, in dem die Meinungs- und Redefreiheit des Einzelnen fest in einer demokratischen Verfassung verankert ist. Für die westlichen Industrienationen ist dies eine Selbstverständlichkeit und es wird allzu oft vergessen, dass dies für 80 Prozent der Weltbevölkerung auch heute noch nicht der Fall ist.

Dennoch machte ich in den vergangenen Jahren bittere Erfahrungen als islamkritischer Buchautor in meinem neuen Heimatland Deutschland, das als eine Metropole der westlichen Zivilisation gilt. Ich musste am eigenen Leib erfahren, dass das, vor dem ich aus meinem Geburtsland Pakistan geflohen bin, sich langsam und unaufhaltsam auch in der westlichen Welt nieder lässt.

Ziel dieses Buches ist es nicht, den Islam als rückständige, entwicklungsresistente, unbelehrbare Religion, Ideologie oder Gesellschaftsform zu verdammen und zu ächten. Ich erörtere hier vielmehr die Frage, ob und wie ein Zusammenleben von zwei doch so grundverschiedenen Gesellschaftsformen und Ideologien in einem Land oder in den westlichen Nationen dieser Welt möglich ist und welche Gefahren drohen.

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 Die Bedrohung durch „Koran und Sunna“ wortgetreue Muslime ist nichts Neues. Islamkritiker wie Abdel Sama werden auf der ganzen Welt mit dem Tode bedroht, es werden Fatwas erlassen und Einreiseverbote verhängt.

Bedenklich und als einen Verrat an ihrem eigenen Land und an ihrem eigenen Volk erachte ich die Haltung der Politiker und der Medien, die islamkritische Stimmen von Politologen,  Islamwissenschaftlern etc. einfach überhören, ja sogar ignorieren und von sogenannten Integrationsgipfeln ausschließen. Demokratie lebt von Meinungsaustausch. Das Problem wird sich nicht dadurch lösen, dass wir nicht darüber offen reden oder vermeiden, brenzlige Themen anzusprechen. Es ist das Elend der Islamkritiker, dass sie zumeist als Einzelkämpfer (ich schließe mich hier ein) wie Don Quichote gegen Windmühlen kämpfen. Der glückliche Don Quichote kämpfte nur gegen eine Windmühle, der Islamkritiker muss sich aber zuerst den Weg zur Windmühle erkämpfen und hoffen, dass er nicht bereits zu müde und entkräftet ist, sich danach dem mittelalterlichen Ungetüm zu stellen.

Dieses Buch wurde nicht für unsere Politiker oder Sicherheitsorgane geschrieben, denn denen liegen genügend Expertisen vor, die sie ständig totschweigen oder als semiwissenschaftlich, rechtsextremistisch oder als wenig sachdienlich bezeichnen. Reformen wurden und werden auch in Zukunft vom Volk aus initiiert. Ich habe dieses Buch für Dich, für deinen und meinen Nachbarn, für unsere Mitmenschen geschrieben, damit sie selber entscheiden können, ob Handlungsbedarf besteht. Ich kann ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen. Aber wir leben in einer Demokratie und haben ein Recht auf umfassende Information, denn nur so sind Meinungsbildung und Entscheidungsfindung zum Wohle der Gemeinschaft überhaupt möglich.

 

Was ist der Islam - politisch oder religiös?

 

Zum einen ist der Islam eine monotheistische, sogenannte Buchreligio, die heute die zweitgrößte Weltreligion nach dem Christentum verkörpert und im 7. Jahrhundert vom Propheten Mohammed gegründet wurde. Ranghöchste Quelle des Glaubens ist der KoranZweite Rechtsquelle neben dem Koran sind die Worte, Handlungen und die schweigenden Billigungen (SunnaMohammeds, des „Gesandte[n] Gottes und Siegels der Propheten“ (Sure33,40). Auf die in der westlichen Welt kursierende These, dass der Islam erst hunderte Jahre nach Mohammed entstanden ist, wird an dieser Stelle nicht eingegangen.

Versteht man unter einer Religion, eine Erkenntnistheorie, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägt und Wertvorstellungen normativ beeinflusst, dann kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Quellen des Islams nicht nur eine geistige, sagen wir spirituelle Erfahrung dem Einzelnen ermöglichen, sondern der Koran neben den Grundlagen für religiöse Handlungen, auch die der Staatsführung und ebenso die für das private Leben für das Diesseits und Jenseits enthält. Deshalb wird zum anderen auch der Islam in der Literatur als eine die Existenz überformende und den Einzelnen und die Gesellschaft vereinnahmende Handlungsanweisung mit einem virulenten Gewalt- und Konfliktpotenzial bezeichnet, wobei diese Ausformung nicht zu integrieren ist.“

Die Muslime selber nennen ihren Glauben Islam. Islam ist ein arabisches Wort und bedeutet Frieden, Unterwerfung unter den Willen Allahs, Hingabe und Gehorsam. Von vielen in Europa angesiedelten Muslimen hört man mit der Inbrunst tiefster Überzeugung, der Islam sei Frieden. Mit Blick auf die aktuelle Lage in Ägypten, Pakistan, Afghanistan, Syrien, Palästina usw. ist dies schwer zu glauben.

 US-Amerikaner Allen Westdagegen, bezeichnet den Islam in seiner Wahlkampfrede in 2012 als „theokratisches-politisches System, bei der die Staatsgewalt allein religiös legitimiert und durch eine erwählte Person oder Institution auf Grundlage religiöser Prinzipien ausgeübt wird, schlussendlich mit dem Bestreben einen Gottesstaat zu errichten.

Islamisten, Fundamentalisten, in ihrer Gesamtheit mehr konservativ ausgerichtete Bewegungen im Islam, bekunden in meinen Augen zu Recht: „Al-Islam Din wa Daula“- der Islam ist Religion und Staat (politische Macht) zugleich. Von all den verschiedenen Erklärungsansätzen haben die Gruppierungen und hier insbesondere der fundamentale Teil der Muslime als einzige Strömung innerhalb des Islams die ranghöchsten Quellen ihres Glaubens (Koran, Hadith) genau (im Sinne ihres Propheten Mohammed) interpretiert und ausgelegt. Ich hege keine Sympathien für sie, aber in meinen Augen sind sie wenigstens ehrlich und versuchen nicht den Islam auf eine religiöse Angelegenheit zu reduzieren. Es genügt ein Blick zurück in die Geschichte, um zu erkennen, dass seit der Geburtsstunde des Islams bis in unsere heutige Zeit, Eroberungs- und Glaubenskriege, Gewalt und Unterdrückung diese „Religion“ wie untrennbare Schatten begleiten.

Der Begriff Islam wird daher in meinem Buch unter Zugrundelegung der untrennbaren Einheit von Staat und Religion als zielführende Handlungsanweisung für alle Muslime ausgelegt und verwendet.

 Unsere Sicherheitsorgane hacken den Islam, ungeachtet der Umstände seiner historischen Entstehung, seiner wörtlichen Auslegung, noch unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung der vergangenen 1400 Jahre in einen religiösen Teil, den Glauben, den sie unter Art 4 des GG stellen und einen politischen Teil, den sie als politische Ideologie beschreiben, der den  religiösen Teil missbräuchlich interpretiert, den Islamismus.

 Ich werde auf die Gefahren solch einer Trennung für die demokratische Sicherheit an anderer Stelle eingehen.

 Auch wenn wir den Islam als Religion betrachten, sind sich unsere Theologen, ja selbst ein Großteil der Muslime einig, dass es den Islam als eine Religion nicht gibt. Im Islam hat sich eine Vielzahl von Strömungen herausgebildet, die sich inhaltlich voneinander abgrenzen. Jede dieser Konfessionen ist überzeugt, den einzig wahren Islam zu verkörpern und zu leben.

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