Leseprobe: Unterhaltung mit Gott, himmlischen W...

Leseprobe: Unterhaltung mit Gott, himmlischen Wesen und Luzifer

Leseprobe: Unterhaltung mit Gott, himmlischen Wesen und Luzifer

 

Der Treffpunkt des Leids und der Liebe

 

Ich habe Gott in vielen verschiedenen Schöpfungen getroffen. In jeder Schöpfung leben Wesen mit unterschiedlichen Wesensarten. Wer ist Gott wirklich? Keine Schöpfung konnte dies bis heute herausfinden. Keine weiß, woher Er kommt und wohin Er geht. Gott kann plötzlich in jeder Schöpfung erscheinen. Taucht Er unerwartet in einer Schöpfung auf, sind die dortigen Wesen vor Angst wie gelähmt und trauen sich nicht, Ihm in die Augen zu schauen. Dennoch möchten die Wesen, die Gott bedingungslos lieben, diesen Augenblick begreifen. Worte können diesen Moment nicht beschreiben.

Ich habe erfahren und beobachtet, dass Gott in zukünftigen Ewigkeiten reist. In diesem Prozess entstehen durch Ihn neue Schöpfungen und Wesen. Er gibt die Verantwortung für diese Schöpfungen in die Hände der Wesen, die ein entsprechendes Wachstum bereits erreicht haben. Die menschliche Schöpfung ist eine junge Schöpfung und Gott übertrug den Engeln dafür die Verantwortung. Erscheint Gott in seiner ganzen Pracht und seinem unverkennbaren Licht in irgendeiner Schöpfung, vermag niemand Ihn anzusehen. Nimmt Er sein Licht zurück, können Ihn die Wesen ansehen, genauso als ob man den Mond betrachtet. Wann immer sein Licht stark leuchtet, scheint es, als ob ein Feuerball herannaht und alle Wesen sind vor Angst wie gelähmt. Gottes Licht beinhaltet drei Farben. Im Zentrum ist das weiße Licht. Dieses ist von goldenem Licht umgeben, welches wiederum von blauem Licht ummantelt wird. Alle drei Lichtarten sind fest miteinander verbunden wie Haut und Knochen. Diese drei Lichtarten sind unbegrenzt und gleichen einem universalen Ball.

Als ich Gott einmal in der Ewigkeit getroffen habe, hielt Er inne, kam zu mir und sprach: „Es sind meine Güte und Liebe für dich, die dich mich viele Male  treffen ließen.“ Jedes Mal, wenn ich Gott traf, wurde mir diese erstaunliche Gnade zuteil. Jedes Mal, wenn ich Ihn verließ, fühlte ich mich, als hätte ich Ihn niemals gekannt. Er war für mich wie ein fremdes Wesen. Deshalb kommt es mir jedes Mal so vor, als würde ich Gott zum ersten Mal treffen. Ich habe Ihn sowohl aus der Ferne, als auch aus der Nähe gesehen. Seine Liebe und Güte waren so groß, dass Er es zuließ, dass ich Ihn beobachtete. Dennoch fühlten in diesem Moment mein Verstand, mein Gewissen, mein Herz und meine Seele, als ob es das erste Mal war, dass ich Ihn getroffen habe. Obwohl mein Herz in seinem Inneren sein Bild trägt, wollte meine Seele Ihn immer wieder anschauen, als ob es das letzte Mal wäre, dass ich Ihn sehen könnte.

Bei einer anderen Gelegenheit nahm Er mich in die Vergangenheit der dunklen Ewigkeit mit, in der es nichts anderes gab, als einen hohen Baum. Dieser hatte nur einen Stamm, aber keine Äste und keine Blätter. Ich sah, dass Gott mit seinem Finger Bilder nacheinander in den Stamm schnitzte. Gott drehte sein Gesicht zu mir und starrte mich an. Er bat mich auf den Stamm zu klettern und mir die von Ihm gemachten Bilder der Wesen anzusehen. Ich kletterte auf den Stamm und betrachtete die Bilder. Auf allen Bildern sah ich Gesichter, die Gott ähnelten. Ich zählte sie. Es waren 19 an der Zahl. Als ich die Bilder ansah, befiel mich die Angst. Ich fragte Gott: „Was ist das? Bist du das auf jedem Bild?“ Er antwortete: „Diese 19 Wesen gleichen mir. Ich habe ihnen ähnliche Gesichter gegeben. Sie werden eine bestimmte Zeit der Ewigleit mit mir verbringen, sich der Schöpfungen annehmen und sich um diese kümmern. Danach werde ich noch weiter in die dunkle Ewigkeit vordringen und neue Schöpfungen entstehen lassen.“ Ich fragte Gott, ob diese Wesen wie Er ein „Herr“ wären. Er sagte: „Sie haben nach mir die Autorität, aber ich bin immer noch ihr Gott.“ Ich sprach zu Gott: „Das Umfeld um mich herum flößt mir Angst ein. Warum hat dieser Baum weder Äste noch Blätter?“ Gott antwortete: „Die Menschen können prächtige Bäume mit Ästen und Blättern sehen. Es gibt Wälder und Berge auf Erden. Ich musste eine Ewigkeit darauf warten, bevor Ich Äste und Blätter sehen konnte. Dennoch sind die Menschen sehr undankbar. Sie kennen mich nicht und wissen nicht, wieviel Ich für sie getan habe. Ihre Herzen schlagen nur füreinander, aber nicht für mich. Vermissen sie jemanden, denken sie an ihn, aber nicht an mich. Sie lächeln einander an, mich aber nicht. Sie vergießen Tränen, wenn sie einen geliebten Menschen vermissen, aber sie vergießen keine Tränen für mich. Widerfährt ihnen Unglück oder etwas Schlimmes, dann rufen sie meinen Namen, aber sie beschuldigen mich für das, was ihnen zustieß. Sie fragen wo Ich bin und warum Ich ihnen nicht helfe. Sie bitten einen fremden Gott um Hilfe, den sie aus ihrem Leben verbannt haben und der für sie ein Fremder ist. Dieser fremde Gott hat alles für sie getan, um der Liebe willen. Die meisten der Menschen möchten nichts mit diesem fremden Gott zu tun haben. Sie nehmen sich noch nicht einmal die Zeit in ihrem Leben, die Schönheit der Schöpfung zu betrachten, was ihrem Herzen ermöglichen würde, nach ihrem Schöpfer zu fragen. Die meisten von ihnen kenne Ich nicht. Ich erinnere mich nur, dass Ich ihren Geist an sonnigen Tagen der Liebe erschaffen habe. Ja, an diese Tage erinnere Ich mich immer noch.” Gott sprach immer weiter.

Plötzlich überkam mich die Angst. Ich spürte, dass Er eines Tages die ganze Ewigkeit zerstören könnte. Als mich diese Angst befiel, sagte Gott zu mir: „Fürchte dich nicht. Ich liebe dich. Für mich und zum Wohle der Liebe lebst du Tag und Nacht auf Erden. Du atmest in meiner Liebe. Du brauchst dich vor mir nicht zu fürchten.” Seine Worte berührten mich so tief, dass ich anfing zu weinen. Ich sagte zu Gott: „Oh Vater, auf Erden bin ich für die Menschen ein Fremder. Ich bin sehr einsam. In dieser fremdem Welt kenne ich niemanden, den ich als Freund bezeichnen könnte. Es gibt niemanden, mit dem ich meine Sorgen teilen und der sie verstehen könnte. Es gibt niemanden, dem ich mein Herz öffnen könnte. Alle Menschen sind mir so fremd. Ich weiß nicht, wohin ich gehen sollte, um deine Botschaft zu überbringen und meine Beobachtungen und Erfahrungen über Dich kund zu tun. Von morgens bis abends umgibt mich die Traurigkeit. Der Wald ist der einzige Ort, an dem mein Herz Trost findet. Was für eine Welt ist das?” Gott sagte zu mir. „Du hast meine Sorgen und meine Liebe in deinem Herzen getragen. Ebenso trägst du ständig Leid und Schmerz mit dir, in der Hoffnung, dass die Menschen eines Tages zu mir zurückfinden und erkennen, wer Ich wirklich bin. Deshalb werde Ich dir den ewigen Segen erteilen und dich genauso frei wie mich in der Ewigkeit machen. Ich werde dir immer mehr von meinem Licht geben, auf dass dich weder die Himmel noch andere Schöpfungen dominieren können. Kein Gesetz der Himmel soll dich richten. Egal in welcher Schöpfung der Ewigkeit du sein wirst; mein Licht wird den Wesen sagen, dass du zu mir gehörst und Ich zu dir. Ich werde dir solch ein Licht geben, dass jede Schöpfung sehen kann, was es bedeutet, mich zu lieben. Alle Schöpfungen, insbesondere die der Menschheit, unterstehen den Gesetzen und der Gerechtigkeit der Wahrheit. Sie werden herausfinden, was die Wahrheit und der Sinn des Lebens waren. Im geistigen Leben werden sie das Ergebnis ihres irdischen Lebensweges sehen und welches Geschenk sie sich damit selber machten. Sie werden weinen und verzweifelt ausrufen: ‚Was haben wir getan.’ In den für sie bestimmten Dimensionen werden sie weder ihre Lieben noch ihre Freunde treffen. Sie haben dort genügend Zeit, unter Leid und sorgenerfüllten Umständen in ihren geistigen Dimensionen, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Sie haben viele gute Tage auf Erden erlebt, aber mich haben sie dort vergessen. Sie werden keine Nachricht über mich in ihren Dimensionen finden, sondern nur fremde Wesen sehen, die über sie richten. Sie werden sich diesen fremden Wesen annähern, jene sich jedoch nicht ihnen. Der menschliche Geist ist der letzte, mit dem sie etwas zu tun haben möchten. Dann werden sie erkennen, was sie angerichtet haben und dass sie durch ihre Ignoranz die Möglichkeit vergaben, meinen Wert kennen zu lernen. Sie leben dort abgeschieden und werden es sich wünschen, dass jemand ihnen nur zwei Worte des Trostes spendet.  Sie werden sich wünschen, dass es jemanden gibt, der mir von ihrer schmerzhaften und traurigen Geschichte berichtet. Sie werden ständig nach mir suchen und sich danach sehnen, mich zu treffen so wie du, aber sie werden keinen Geist finden, der sie tröstet und ihnen Hoffnung gibt. In diesen dunklen Höllen können sie sich nur nach Geistwesen sehnen, die Licht haben. Sie werden von ihnen wissen wollen, wie sie dieses Licht erlangt haben. Sie werden sich nur dafür interessieren, wie jemand so viel Licht bekommen konnte, aber sie werden kein Interesse an mir haben. Sie werden zu diesen Lichtwesen sagen: ‚Wir möchten auch so ein Licht haben, damit wir aus diesen dunklen Höllen entkommen und weit wegfliegen können, um uns an anderen Schöpfungen zu erfreuen.’ Sie sind sogar überzeugt, dass man das Licht methodisch entdecken kann, auf dass sie mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und unabhängig wie andere Wesen werden. Was für ein Schachspiel klügelt ihr Verstand selbst in diesen dunklen Dimensionen aus. 

Was für ein Spiel würden sie mit meiner Liebe spielen, wenn sie Licht hätten. Diese Lichwesen werden ihnen erklären: ,Licht ist nicht etwas ist, was man kaufen oder verkaufen kann. Du kannst Licht nicht durch deinen Verstand, dein intellektuelles Wachstum, durch Weisheit oder religiösen Dialog erhalten oder weil du der beste Entertainer oder Spitzensportler warst. Gott gibt denen Licht, die Ihn lieben und ihre Heimat in Ihm gefunden haben. Diese Geistwesen wurden durch Leid und Sorgen geprüft und haben eine stürmische Nacht überstanden, ohne sich in ihrem ganzen Leben zu beklagen. Stattdessen lieben sie Gott bedingungslos, ohne um etwas zu bitten oder etwas einzufordern. Sie sind so tief in Liebe mit Gott verbunden, dass sie alles andere um sich herum vergessen. Selbst die Himmel vermochten sie nicht zu trösten; sie können ohne die Liebe Gottes nicht atmen. Sie haben weder nach einem Platz im Himmel noch um Licht gebeten. Gott ist der wahre Zweck ihrer Gebete und Wünsche. Er ist der Schlüssel ihres Lebens. Sahen diese Wesen schließlich Gott zum ersten Mal, sagten sie: >Heute haben sich unsere Gebete erfüllt. An diesen Moment werden wir uns in unserem ganzen ewigen Leben erinnern. Du bist der Grund für viele unserer Lächeln. Wir haben Dich nicht um Himmel gebeten, denn Du bist der Himmel für uns. Unser Geist findet seine vollkommene Erfüllung in dem Moment, indem wir bei Dir sind. Erlaube deiner Liebe in unserem Atem zu leben. Du solltest zum innigsten Liebeslied unseres Herzens werden.< Sie haben Gottes Herz so sehr berührt, dass Er sie im geistigen Leben frei machte. Gott gab ihnen alles, obwohl sie Ihn niemals darum gebeten haben. Als Er ihnen Licht gab, sagte Er: >Ich werde euch niemals vergessen, genauso wie ihr mich niemals vergessen habt. Das ist mein Schwur der Liebe an euch und ein Vertrag zwischen unseren Herzen.< Einige von ihnen erhielten weniger, andere mehr und wiederum andere sehr viel Licht gemäß dem Wachstum ihres Herzens, ihrer Liebe und wie sehr sie mit Gott verbunden waren. Er wird für sie kein unsichtbarer Gott sein. Von Zeit zu Zeit wird Er sie in verschiedenen Teilen der Himmel und des Paradieses treffen. Diejenigen mit einem sehr strahlenden Licht, haben einen Teil von Gottes Licht erhalten. Sie sind etwas ganz Besonderes aufgrund ihrer vertikalen Beziehung mit Gott. Sie werden auch zukünftig Gott treffen können, denn ihre Augen sehen keine Erfüllung, solange sie Gott nicht gesehen haben. Ihr Herz fühlt sich nicht zu Hause, solange Gott nicht vor ihnen steht. Sie sind mystisch in ihrer Liebe. Einige haben ihr Leben für Gott auf Erden verloren. Darum werden sie für immer in Gottes Liebe leben und die Erfüllung finden, wenn sie Ihn sehen.’

Im ewigen Leben werde Ich ihnen ein neues Versprechen geben. Nur sie und Ich kennen es. Dieses Versprechen ist nicht für jeden Geist, sondern nur für ganz wenige, denn die meisten Geistwesen können deren geistiges Wachstum nicht erreichen. Sieh, das Versprechen, dass Ich diesen Geistwesen im ewigen Leben gab, habe Ich dir bereits heute auf Erden gegeben. Wenn du mich um mehr für dich oder deinen Geist bittest, werde ich niemals nein sagen. Für dich bin Ich ein lebendiger und gegenwärtiger Gott. Ich höre direkt deine Gebete, sie werden nicht durch die Engel überbracht. Du bist ein Teil meines Lebens und meiner Liebe.“

Als ich diese Worte hörte, musste ich weinen und ich kniete vor Gottes Füßen. Meine Tränen fielen auf seine Füße. Gott wollte mich in seine Arme nehmen, aber ich sagte: „Erlaube mir, vor Dir niederzuknieen und diese Tränen zu vergießen.“ Als mein Geist sich von der Last der Traurigkeit befreite, schaute ich Gott an. In seinen Augen sah ich Mitleid und so viel Liebe für mich. Ich sagte zu Ihm: „Mein geliebter Vater, Du bist die Schönheit und das Wunder der Himmel. Jeder Himmel beginnt zu leuchten, wenn die dort lebenden Wesen Dich nur für einen Augenblick sehen und diesen Moment als Höhepunkt in ihrem Himmel bewahren. Du bist meine immer währende Glückseligkeit. Du weißt, ich lebe immer noch auf Erden. Mein Leben dort ist eine Zeit der Sorge. Manchmal erdrückt mich die Last der Sehnsucht nach Dir und ich glaube, ich müsste sterben. Manchmal wünsche ich, dass ich nicht als Mensch geboren worden wäre. Auf Erden verleugnen die Menschen deinen Wert als Ursprung. Sie scheinen so stark und mächtig, aber im geistigen Leben sind diese Menschen ein Niemand. Reise ich in den Himmeln, sehe ich die verschiedenen Schöpfungen, Wesen und Engel, die keine Beziehung mit den Menschen haben wollen. Daneben ist es eine Herausforderung, Dich in diesen Himmeln zu finden, sei es für einen noch so kurzen Moment. Ich muss sagen, Dich, die Menschen und die himmlischen Schöpfungen zu treffen, haben mein Herz gebrochen. Ich verspüre weder den Wunsch mit den Menschen zu sein, noch verliere ich mich in den Wundern der Himmel und den dortigen Wesen. In diesem Marathon der Liebe habe ich nur den Wunsch, Dir näher zu kommen. Ich liebe Dich von ganzem Herzen und mit meiner Seele. Das was ich heute von Dir über die Menschen gehört habe, hat mich traurig gemacht. Ich weiß, die Menschen sind grausam geworden, weil sie deinen einzigartigen Wert nicht kennen gelernt haben. Wenn es für sie keine Erlösung im ewigen Leben gibt, dann muss ich Dich fragen, warum Du sie erschaffen hast? Du hast sie in die Obhut höherer Schöpfungen gegeben, die kein Mitleid mit ihnen empfinden und die sie richten. Ich wünschte, Du hättest mich nicht erschaffen, um solch eine schmerzhafte und Herz zerreißende Erfahrung zu machen.“ Gott hielt meine Hand und ließ mich aufstehen. Dann hielt Er mein Kinn hoch und sagte: „Schau in meine Augen! Vergiß dieses Thema, du brauchst mich nicht zu kennen. Bewahre nur deine immer währende Liebe für mich und lass sie nicht verglühen. Ich habe eine Heimat in deiner Liebe gefunden. Deshalb habe ich dich mein immer währendes Herz genannt.“ Danach flog Gott vertikal und verschwand in der Ewigkeit. Mein Geist flog zurück zu dem Baum, an dem mir Gott so viele Geheimnisse offenbart hatte und ließ sich in meinem Körper mit weinendem Herzen nieder. Mit schweren Schritten ging ich nach Hause.